Konfirmation 1915

Konfirmation im Kriegsjahr 1915, gerahmtes Erinnerungsblatt.

Der Zeitgeist wehte auch in der Kirche. Pfarrer Paul Schreiber, 51 Jahre alt, gab den Konfirmanden dieses heroische Gedenkblatt mit Denkspruch mit. Name und Spruch sind verblasst, der Konfirmand längst gestorben. Nur das faksimilierte Gemälde von Arthur Kampf (1864-1950) mit dem Titel "Einsegnung der Freiwilligen" tritt noch scharf hervor. Den 18 Buben des Jahrgangs 1901 blieb der Kriegsdienst unter Kaiser Wilhelm erspart. Aus dem II. Weltkrieg sind alle wieder zurückgekehrt, als über 40jährige kämpften sie nicht gerade in vorderster Linie, obwohl mancher sich freiwillig zum Kriegsdienst meldete.
Der Sinnspruch "Gott mit uns" wurde seit den Befreiungskriegen den deutschen Soldaten mitgegeben und war auch Bestandteil des Preußischen Wappens. Bis 1945 stand dieser Spruch auf dem Koppelschloss der Soldaten. Die Bundeswehr trägt seit 1962 die Worte Einigkeit, Recht, Freiheit auf ihrem Koppelschloss.

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