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Die Auswanderer, zurück aus Siebenbürgen

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GEA 15. Juni 1983Mit freundlicher Genehmigung des Reutlinger Generalanzeiger

















Wilhelm Wollpert mit Ehefrau, aus Bremen zu Besuch in Wannweil.
1983 besuchte Wilhelm Wollpert aus Bremen, geb.1911 in Hermannstadt Siebenbürgen, den Geburtsort seiner Ahnen.
v.l. Marie Wollpert geb. Müller mit Ehemann WilhelmWollpert, Rosa Henes, Anna Ott, Karl Wollpert und Klara Wollpert  in der Stube von Anna Ott.

Haus des Schultheiß Heim in Rübgarten

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Haus des Schultheiß Johannes Heim in Rübgarten an der Wette.

Die 22 Jahre alte Barbara Wolpert, Tochter des Wannweiler Ochsenwirts Johann Jakob Wolpert und der Anna Maria Riehle heiratete am 24. Mai 1868 in Wannweil den Sohn des Rübgartener Schultes Johannes Heim.(Im Württ. Staatshandbuch 1854 und 1858 ist Heim als Schultheiß für den 527 Seelen zählenden Ort erwähnt). Der Bräutigam hieß auch Johannes und wurde auch Schultheiß in Rübgarten.
Der Vater der Barbara erlebte die Hochzeit seiner jüngeren Tochter nicht mehr. Die Schildwirtschaft, vom Großvater übernommen blieb aber in der Familie Wollpert.
Das Schultheißenpaar lebte in Rübgarten, im Haus an der Wette. Von fünf Kinder erreichten drei das heiratsfähige Alter. Das Haus steht in dieser Form heute nicht mehr. Nachkommen der Familie heißen heute Heim, Gaiser, Marx, Lumpp.
Das Ochsenwirt-Ehepaar hatte außer der Barbara noch eine ältere Tochter, drei Söhne und acht Kindergräber neben der Kirche.

Poesiealbum 1917 (I)

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Aus dem Poesiealbum von Elisabeth Lumpp aus Wannweil (1908-1982)

 Ich kenne eine Rose,
die lacht mir freundlich zu
und diese liebe Rose,
Elisabeth bist du.
Unter Buchen, unter Linden,
wirst du nicht ein Blümlein finden
welches leise zu dir spricht:
vergiss doch deine Schwester Pauline nicht.
Zum ewigen Andenken an deine Schwester Pauline.
Wannweil, den 22. April 1917

Poesiealbum 1941

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Aus dem Poesiealbum von Martha Ott aus Wannweil (1911-1987)

Im Haushalt des Schreinermeisters Christoph Ott war ein Kind aus dem Bombengefährdeten Ruhrgebiet zu Gast. Die Organisation "Kinderlandverschickung KLV" hat das Mädchen Helga Schöneweis der Familie Ott zugeteilt. Natürlich durfte diese "Helga" sich in das Poesiealbum der "Tante Martha" eintragen.

Dein Leben sei glücklich und heiter,
kein Leiden betrübe dein Herz,
das Glück seistets dein Begleiter,
nie treffe dich Kummer noch Schmerz.
dieses schrieb dir
deine Helga aus
Essen- Dellwig
Wannweil, den 17.10.1941










Poesiealbum 1919 (IV)

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Aus dem Poesiealbum von Anna Mayer aus Wannweil (1905-1999)

Aus Liebe!
Ein Kleid von weißer Seide,
das zieht Herr Jesus an
damit er auf der Weide
die Schäflein hüten kann.
Auch dich wird er behüten
auf deinem Lebenspfad.
Wann du ihn greifst hiniden
dankst ihm für alle Gnad.

Zur freundlichen Erinnerung
an deine Mitschülerin
Marie Hipp

Wannweil, den 7. Januar 1919

Marie Hipp heiratete 1926 Ludwig Fick. Maries Bruder Wilhelm ist 1918 im Westen gefallen.




Poesiealbum 1919 (III)

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Aus dem Poesiealbum von Anna Mayer aus Wannweil (1905-1999)

Aus Liebe
Aus dem Vaterhaus zogen wir hinaus
schützen Heim und Herd.
Manchen blutgen tapfern Strauß.
Wenden heut den Blick sehnsuchtsvoll zurück
zu der treuen Stätte, unsrer Kindheit Glück.
Weilen wir auch noch so fern, wir denken Deiner gern.
Es blüht ein blaues Blümelein, klein und schlicht,

es heißt Vergissmeinnicht.
Und Mutter denkt an uns und leis sie spricht:
mein Kind vergiss mein nicht.

Zum Andenken an Deine treue Freundin
Luise Hafner

Wannweil, den 8. Januar 1919