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Aral-Tankstelle Wannweil

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Aral-Tankstelle Wannweil, Hauptstraße 70 Um 1970 ereignete sich ein Unfall auf der Hauptstraße vor der Tankstelle. Ein LKW verlor Betonröhren. Zum Glück wurde niemand verletzt und die Zapfsäulen blieben unversehrt. Die Araltankstelle war von ca. 1964 bis gegen 1978 in Betrieb. Paul Siewert war Pächter vom 1.1.1966 bis 31.3.1977. Ein neuer Pächter machte noch ein gutes Jahr weiter. Die Tankstelle wurde  dann aufgegeben und bis heute von Gebrauchtwagenhändlern benützt.

Das Bewässerungssystem

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Das Echazwehr am Weg nach Betzingen an der Bahnlinie. Am Weg entlang wird das Wasser in einer Betonrinne zu den Wiesen im oberen Grieß geleitet. Welche Bedeutung das wässern hatte wird an dieser Veröffentlichung deutlich. Amtliche Anzeige im Gemeindebote Wannweil vom 13. Juli 1935 Die jungen Männer sind wohl einem Fest entsprungen. Mit Sträußchen am Revers in der Echaz. Das Echazwehr befindet sich auf Betzinger Markung. Oberhalb des Wehres steht eine Falle zur Ableitung eines Bewässerungsgrabens. Vorne im Bild ist der nach Wannweil laufende Bewässerungsgraben zu sehen. Er ist als offener Betonkanal ausgeführt. Ein bedeutendes Zeugnis früherer bäuerlicher Bewirtschaftungsformen sind die Wässerwiesen Die Bewässerung der Wiesen im Echaz-Tal erfolgte noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts über das ausgedehnte Kanalsystem. Die Verteilung des Wassers wurde über verstellbare Fallen geregelt. Die Bewässerung führte zu erheblichen Ertragssteigerungen, verantwortlich dafür ...

Achtung! Schlaglöcher

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"Achtung!  Schlaglöcher" Handgemaltes Warnschild, 40/32 cm aus Holz. Gefunden im alten Bauhof kurz vor dem Abbruch. Es könnte aus der Ära Wilhelm Rilling stammen. Dieser war in den 60er Jahren Fronmeister in Wannweil. Damals waren die geteerten Wege genauso anfällig wie die heutigen Asphaltstraßen. Böse Zungen behaupten, es hätte einmal ein Pappschild daruntergehangen mt dem Zusatz: "Machts doch zu ihr A...löcher!"

Unterwegs gesehen, Großbaustelle B28 um 1970

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Die neue B 28 bei Betzingen. Vierspuriger Ausbau. Das Gelände wird trassiert, die Brücken stehen schon. Ab 1967 wurde die Bundesstraße 28 zwischen Reutlingen und Tübingen zu einer Schnellstraße ausgebaut.

Wiesenwässerung 1908 an der Echaz

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Die Wiesenwässerung hatte bis zum 1. Weltkrieg einen hohen Stellenwert. Der Wässerungsmeister hatte sogar das Recht, dem Spinnereibetrieb das Wasser "wegzunehmen". Der Feldschütz Martin Jedele wurde 1912 zum als Wässerungsmeister aufgestellt. Wie die Aufforderung des königlichen Oberamtes der Spinnerei mitgeteilt wurde steht in folgender Abschrift: Schreiben vom 4.12.1912 (Gemeindearchiv A26) Fa. Spinn- und Zwirnerei Hier, Zur gefl. Kenntnisnahme untenstehenden Erlasses. Der von dem Grießwiesenausschuß aufgestellte Wässerungsmeister Jedele hat in Zukunft nur allein noch das Recht die Hauptfalle am Wehr zu schließen und zu öffnen. Jede Verrichtung an der Falle muß Jedele ohne Ausnahmen zur Anzeige bringen. Hiernach hat auch … Firma keine Befugnis mehr, an der Hauptfalle irgend etwas zu machen. Auf den letzten Absatz untenstehenden Erlasses weise ich besonders hin. Ich bitte Ihre Arbeiter, namentlich Mohl, Lumpp Chr., Steiner von dem Verbot unterschriftlich...

Regenüberlaufbecken "Untere Mühle"

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Versteckte Investitionen. Nach dem hochwassersicheren Ausbau der Echaz wurde zur Reinhaltung der Gewässer ein erstes Rgenrückhaltebecken im Unteren Mühlweg gebaut. Regenüberlaufbecken "Untere Mühle", öffentliche Einweihung 1982 . Oberirdisch ist nur ein kleines Bauwerk sichtbar. Dahinter entstehen später die Anwesen der Firmen Malergeschäft Schmid, Lanschaftsbau Sier und Zimmergeschäft Siller. Die Hallen im Hintergrund gehören zur Furniergroßhandling Koppensteiner. Bürgermeister Rüdiger Scherret erläutert die Pläne. Im Innern des Pumpenhauses führt eine Wendeltreppe ins Untergeschoß zu den Pumpen. Die Besucher steigen in die Tiefe, voraus der ev. Pfarrer Konrad Ludwig und Gemeinderat Hermann Grauer, Fliesenlegermeister. Blick ins Innere der Kaverne. Gemeinderat Erich Zieker steigt an den Ausstieg hoch, davor Adolf Baumann.

Am Ebbach, die Bahndurchpressung Teil II

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Der bereitgestellte Vortriebsschild aus Stahl in der Baugrube. Auf das vordere Betonsegment wird der Vortriebsschild aufgesetzt und hydraulisch durch den Bahndamm gepresst. Blick durch die ersten Segmente zur Vortriebsstelle. Der Abraum wird von Hand ausgebrochen und auf Loren zur Baugrube gefahren. Das Ziel ist erreicht. Auf der gegenüberliegenden Bahndammseite kann der nun entbehrliche Vortriebsschild freigebaggert und entfernt werden. Gut zu erkennen ist das betonierte Widerlager welches ein verschieben des Bahndammes verhinderte und nun auch entfernt werden kann. Man sieht auch die geringe Überdeckung über dem Kanal. Im Hintergrund das Haus Schach.

Am Ebbach, die Bahndurchpressung Teil I

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Blick zur Unteren Mühle Riesiger Erdhaufen vor der Unteren Mühle. Eine Planierraupe hebt die Baugrube aus, die Erde wird hier zwischengelagert. Zwischen Erdhügel und Bahn entsteht die Baugrube für die Kanalsegmente. Vergleichsfoto 2009 Von der ganzen Baumaßnahme ist nichts mehr zu erkennen. Die Mühlenscheune und das Wohngebäude daneben sind nicht mehr. Dafür entstand auf der Wiese hinter der Mühle eine kleine Siedlung. Das Mühlengebäude selbst wird von der Familie Unsöld zur Zeit (8/2009) zum Verkauf ausgeschrieben. Die Baugrube für die Kanalsegmente. Die vor Ort gegossenen und bereitgestellten Betonsegmente in der Baugrube. Im Vordergrund wird mit dem Einschalen eines Elementes begonnen. Dahinter stehen die fertigen Elemente. (Siehe nächstes Bild). Ein Triebwagenzug ET25 passiert ie Durchpressungsstelle. Die bereitgestellten Kanalsegmente. Die vor Ort gegossenen Segmente werden, hier im Vordergrund, gekippt und stehen dann zur Verpressung in der richtigen Position.

Am Ebbach, die Verdolung 1974

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Die offene Baugrube mit Blick zur Echaz. Zwischen Echaz und Bahndamm wurde die Verdolung in offener Baugrube ausgeführt. Hier zwischen den Häusern in der Kurzen Straße und dem Hühnerstall der unteren Mühle. Der Kanal wurde mit Erde überdeckt und ist später nicht mehr sichtbar. Die Baugrube wird vorbereitet. Vor den Häusern Kämmerle, links und Henes, rechts, wird mit dem Bau des Kanals begonnen. Blick zu den Häusern in der Kurze Straße. Die Humusschicht ist bereits abgetragen und auf der Wiese hinter der Mühle gelagert. In der sogenannten Kurze Straße stehen nur drei Häuser, sie sind in der Bildmitte dargestellt. Vorne das Haus Kämmerle, damals im Besitz von Polizeihauptmeister Eugen Kämmerle (1913-2006). Links davon das Haus Volk, Lina Volk war eine geb.Kämmerle und lebte damals nicht mehr. Rechts das Haus Henes, bewohnt von Martha Henes (1917-2002), ihr Großvater war Johannes Kämmerle (1853-1938). Auch hier wird deutlich, dass durch Erbrealteilung Grundstücke getei...

Die Farrenhaltung in Wannweil

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Der Wannweiler Schmied Johann Georg Reichart, geb. 1878 in Reusten. Hier mit seiner Kuh vor dem Farrenstall. Er trägt seine Arbeitskleidung, Schildkappe und Blaukittel. Den Umgang mit Hornvieh und Gäulen ist er gewohnt. In seiner Schmiede hat er fast täglich Pferde beschlagen sowie den Ochsen und Kühen, sofern sie Zugtiere waren die Klauen beschlagen. Da die Ochsen ihre Füße nicht so bereitwillig wie Gäule dem Schmied entgegenstreckten, kamen sie in den Notstand. In dieses Stabile Holzgestell wurden sie mit Riemen eingespannt, damit der Schmied gefahrlos die Klauen bearbeiten konnte. Die Farrenhaltung in Wannweil. Am 7. Juli 1863 beschließt der Gemeinderat zu den bisherigen zwei, künftig noch einen weiteren Farren zu halten, da die Viehzahl gestiegen ist. Die Farrenhaltung war an einen Bauern vergeben. Er musste seine Farren selbst anschaffen und musste drei Stück halten. Die Gemeinde bezahlte dafür zu dieser Zeit jährlich 240 Mark. Der Farrenhalter erhielt außerdem noch den Güt...

Wannweil hatte eine der ersten weiblichen Feuerwehren Deutschlands

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Juli 1917, Spinnerei und Weberei Wannweil, die Fabrikfeuerwehr. Die Feuerwehrgruppe besteht hauptsächlich aus jungen Frauen. Die männlichen Fabrikarbeiter stehen zu dieser Zeit im Felde. In einer Pressenotiz steht:" ...die Fabrikfeuerwehr der Spinnerei Wannweil hat nämlich 34 Mädchen mit Joppe, Helm und Gurt ausgerüstet." Hinten stehen Hans Vogel, Richard Wollpert, Christian Walz (Jahrg. 1901). Mit Schirmmütze in der Mitte der Kommandant und Prokurist Stöcker. Rechts davon Karoline Herrmann, rechts außen Marie Herrmann. Neben Stöcker steht Betriebsleiter Brunn, er hat eine Sportmütze auf. 1896 wurde die Fabrikfeuerwehr der Spinnerei gegründet. Anlass war ein Fabrikbrand 1894. Auszug aus dem Buch "Gegen Feuer und Flamme: Das Löschwesen in Karlsruhe und die Berufsfeuerwehr" Von Ute Grau, Ute Grau Barbara Guttmann Susanne Asche Stadtarchiv Karlsruhe, Barbara Guttmann, Susanne Asche, Stadtarchiv Karlsruhe, Stadtarchiv Karlsruhe Veröffentlicht von Sonstige, 2001...

Straßenbau in der Hauptstraße um 1953

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Die Ortsdurchfahrt bei der Schildwirtschaft "Zum Ochsen". Wie viele Male war die Ortsdurchfahrt schon aufgerissen und umgewühlt? Hier wird kanalisiert. Der Bagger steht vor dem Haus von Fritz Walker, auf der linken Straßenseite sieht man das alte Wirtshausschild des Ochsen. Nicht lange danach wurde das Schild abmontiert und durch eine "Konsum"- Reklame ersetzt. Die Gaststube wurde zum Einzelhandelsgeschäft umgebaut. Nach dem Krieg gab es wieder Konsumgenossenschaften, aus welchen später die "COOP" Kette hervorging. Das Bäckahenes-Haus am rechten Bildrand steht kurz dem Abbruch. Vorher hat es Gerhard Braun noch gemalt. Die ersten Kanalisationsarbeiten im Ort wurden 1938 in der Marien-, Zeppelin-, Katharinen-, und Bahnhofstraße durchgeführt. Seit 1843 gab es in Wannweil gepflasterte Kandel. 1923 wurden Wasserleitungen und 1930 Gasleitungen verlegt. Die Kandel hielten 100 Jahre, die heutigen Versorgungsleitungen werden wohl alle 30 Jahre ausgetauscht. U...

Bundespost 1989

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Paketzusteller Peter Böttcher beim zusammenstellen der Fracht im Postamt, anschließend belädt er sein Zustellfahrzeug. Die Briefpost wurde im Wannweiler Postamt sortiert und zum Verteilen hergerichtet.

Postamt Wannweil 1950

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Am 1. September 1950 wurde das neu erbaute Wannweiler Postamt eröffnet. Die Bundespost errichtete in der Bahnhofstraße einen repräsentativen Neubau. Das untere Foto zeigt den Schalterraum mit der Posthalterin, nun bei der Bundespost angestellten Pauline Hipp (1911-1985). Sie war bis zu ihrem Ruhestand die Leiterin des Postamtes. 1991 verkaufte die Deutsche Post das Gebäude und mietete sich in der ehemaligen Hemdenfabrik Herrmann, auf der Steinge, ein. Auch dieses Postamt wurde aufgegeben. Jetzt hat Wannweil wie so viele Orte nur noch eine Postfiliale. Der Kreis zur privaten Posthalterei hat sich geschlossen.

Wannweiler Postwesen

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Der Name "Post-Hipp" ist in Wannweil bis heute ein Begriff. Bis 1950 gab es in Wannweil kein eigenes Postgebäude. Der Posthalter Jakob Hipp (1874-1950 siehe Foto) hat an seinen Bauernhof in der Degerschlachter Straße 5 eine Poststation angebaut. Der Backsteinanbau war bis zum 1. Sept. 1950 die Wannweiler Post. An diesem Tag wurde in der Bahnhofstraße 6 das von der Bundespost errichtete repräsentative Postgebäude eröffnet. Der Posthalter ist ein Vierteljahr vorher gestorben. Die neue Posthalterin war seine Tochter Pauline (1911-1985). Seit Oktober 1905 zog der "Hippen-Jakob" jeden morgen seinen Postkarren zum Bahnhof und holte die Briefe und Pakete ab. Sein Enkel Walter (1929-2008) spielte als Dreikäsehoch mit der Dienstmütze und dem Postkarren seines Opas Posthalter. Schwere Gänge für Jakob Hipp waren die vielen Briefzustellungen an die Mütter und Ehefrauen der im Krieg gefallenen Soldaten. Von August 1941 bis 1945 waren es über Achzig Mitteilungen.