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Güllefass in der Hauptstraße

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  Ausschnitt aus Bild 2012010161 Sammlung Walter Ott Das Kuhfuhrwerk mit dem vollen Güllefass fährt an der „Einfahrt“ vorbei, passiert dann das Haus des Forstwart Digel neben dem Rathaus und biegt wahrscheinlich nach dem Gasthaus Zum Hirsch und der Kirche in den Degerschlachter Weg ein, um die kostbare Jauche aufs Feld zu bringen. Der unbekannte Fotograf hat in den 1930er Jahren ein damals alltägliches Motiv aufgenommen. Bild 202604055 Sammlung Walter Ott Eine zufällige Aufnahme aus dem Jahr 2001 zeigt eine ähnliche Situation. Das jetzt historische Fass wird von einem ebenfalls historischen Porsche-Diesel, in originalem Rot, von einer alten Scheune in eine noch ältere Scheuer gebracht. Diesmal ist das Fass leer und in einem erstaunlich guten Zustand nach seinem Dornröschenschlaf. Die „Einfahrt“ ist von einem Baum verdeckt, ein Audi biegt in die Einfahrtstraße ein und das Haus des Forstwart Digel wurde in den 1950er Jahren vom Radio- und Fernsehtechnikermeister Oskar Schaumburg...

Schachtabdeckung von der Firma Blessing & Votteler, Reutlingen

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Im Hof der ehemaligen Spinnerei und Weberei Wannweil ist heute (2014) noch eine gußeiserne Schachtabdeckung in Verwendung. Hergestellt 1894 von der Reutlinger Gießerei Blessing & Votteler. Nach 120 Jahren ist dieses Werkstück noch voll gebrauchsfähig. Die Gießerei Blessing befand sich in der Lindachstraße. Heute steht dort das Echazzentrum.

Die Ackergäule des Schäfer-Jakob

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  Bild 2008120516 Sammlung Ott 1940 Nach getaner Arbeit dürfen sie ausruhen. Noch sind sie angespannt und müssen den leeren Wagen noch heimziehen. Es ist nicht weit vom Hof des Bäckermeisters Heinrich Wollpert in den eigenen Stall, wo bald das Zaumzeug abgenommen und das Kummet über den Kopfgestreift wird. Dort bekommen sie die verdiente Portion Hafer und ein Streulager. Der Schäfer-Jakob und seine Ricke, die Schwägerin des Bäckers, trieben eine Landwirtschaft um. Einen Bulldock, wie man die ersten Traktoren nannte, hat ein paar Jahre später, in der Nachkriegszeit, der Sohn Karl angeschafft. Kleinbauern, wie der Bäckermeister, konnten ihre kleinen Feldarbeiten mit dem Kuhfuhrwerk erledigen, oder die Frauen nahmen das Handwägelchen mit aufs Feld zum Rübenhacken. Auf dem Rückweg nahmen sie dann gleich etwas Grünfutter für die Geißen mit heim. Beim Heu heimbringen oder beim Garben aufladen fragte man den Nachbarn oder die Verwandtschaft um Hilfe. Diese konnten den Fuhrlohn sicher gut ...

Pferdestall mit Fuhrmannswohnung der Weberei Schirm & Mittler

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Ansicht 1981 vom Bürogebäude aus. Die Shedhallen rechts im Bild wurden 1981 abgebrochen. Wenn man den unteren Mühlweg der Echaz entlang bis zum Ende ging, traf man auf den Pferdestall der unteren Fabrik. Erbaut 1899 und im November 1994 abgebrochen. Der Zustand war 1981 abbruchreif.  Das Gebäude wurde aber nochmals Instandgesetzt und das Fachwerk freigelegt. Im Stall zogen auch noch Reitpferde ein. Trotzdem musste am 30.11.1994 das Gebäude abgebrochen werden, da die Produktionshallen der Glasweberei Leuze und Rilling (links im Bild) erweitert wurden. Zustand 1991  

Die untere Fabrik Schirm & Mittler

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Aufnahme um 1910 Gründer waren 1874 Stefan Schirm und Robert Mittler.  Adolf Leuze leitet und vergrößern den Betrieb 1875, die. Firmierung Schirm & Mittler bleibt bis zur Liquidierung 1959.  Der seitherige Geschäftsführer Peter Leuze betreibt in der seitherigen Weberei unter der Firmierung Leuze und Rilling eine Weberei für technische Garne.  Leuze und Rilling GmbH mit 47 Mitarbeiter stellt 2000 Insolvenzantrag. Geschäftsführer ist zuletzt Manfred Wolf, Hauptgesellschafter die Fa. Steiff in Gingen. Produkte: Armierung für Teerpappen und Glasfasertapeten. Gründe: Rückgang der Bauwirtschaft. 2001 erlischt die Firma. Die Firma Spritzgussa zieht nach Wannweil. 2003 übernahm Franz Stelzer die südlich des ehemaligen Verwaltungsgebäudes stehenden neueren Bauten.(Umsatz 2012 bis zu 10 Millionen €). Die Heizergehilfen bei Schirm & Mittler  

Hochzeitsgesellschaft vor der Wannweiler Bahnhofswirtschaft vor 100 Jahren

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  Das Brautpaar Wilhelm Rilling und Mathilde geb. Mozer geben sich am Samstag, den 28. August 1926 in der Wannweiler Johanneskirche das Jawort. In diesem Jahr, hundert Jahre  später, lebt niemand mehr von den abgebildeten Hochzeitsgästen. Das Brautpaar durfte 1976 im Kreis ihrer drei Kinder mit Familien die goldene Hochzeit feiern.  Die meisten Personen sind namentlich bekannt.

Blick von der Firsthalde um 1955

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  Blick von der Firsthalde. Links der Bahnlinie entstand später die Friedrich-List-Straße. Vorn der Durchlass für den Firstbache durch den Bahndamm. Damals bekam der Firstbach ein neu gegrabenes Bett quer durch die Wiesen direkt zur Echaz. Das ursprüngliche Bett verlief entlang der Grießstraße und mündete an der Bahnhofstraße in die Echaz.  In der Bildmitte entstanden die neuen Häuser in der Goethestraße. Rechts der Rohbau des Doppelhauses Ruckaber und Schomaker. Das Gelände zwischen der Goethestraße und der heutigen Mozartstraße ist noch nicht erschlossen. 15 Jahre später hat sich viel verändert. Auch die Hanglage in Richtung Degerschlacht wurde bebaut. Das Bachbett des Firstbaches ist durch den Bewuchs besser zu erkennen.  Fotos: Albert Herb und Rudolf Sauter