Fahrzeug Hanomag Kommissbrot 1925

Der Kleinwagen mit dem Kennzeichen IIIK-3148 fuhr im Raum Reutlingen.
Der Hanomag 2/10 PS war der erste deutsche Kleinwagen, der ab 1925 auf dem Fließband entstand. Dieses revolutionäre, aber auch vielfach belächelte Auto hatte wegen seiner Form den Spitznamen "Kommisbrot". Sein im Heck eingebauter Einzylinder-Viertaktmotor mit 502 ccm Hubraum (nach Steuerformel: 499 ccm) trieb über eine Kette im Ölbad die Hinterräder ohne Differential an.

Der zweisitzige Wagen wog nur 370 kg und erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 60 km/h. Er hatte nur einen Scheinwerfer (erst ab 1931 schrieb eine Gesetzesänderung zwei Scheinwerfer vor) und die sonst üblichen Kotflügel und Trittbretter fehlten, um Platz für die Insassen zu gewinnen, wodurch der Hanomag 2/10 PS zum ersten bekannten Automobil der Welt mit Pontonform wurde. Aus Gründen der Stabilität hatte das rechtsgelenkte Kommissbrot nur auf der linken Seite eine Tür. Bis 1928 wurden 15.775 Stück produziert. (Wikipedia)

Redewendung: Ein bisschen Blech, ein bisschen Lack, fertig ist der Hanomag!

Kommentare

Werner hat gesagt…
Ich habe auch noch ein altes Foto mit dem Auto meines Onkels, der ein ähnliches Kennzeichen, nämlich IIIK-17061 hatte.
Das System der Kfz.-Zeichen vor dem Krieg ist nicht uninteressant. Man benützte römische Zahlen + 1 Buchstaben + eine mehrstellige Zahl, wobei die römischen Zahlen das Gebiet angaben.
I z.B. war Berlin (IA) und ganz Norddeutschland und der Ruhrpott - kurzum: Preußen. Sigmaringen gehörte übrigens kfz.-technisch zu dieser Region, obwohl es weitab von Preußen liegt. Wird wohl was mit dem Königshaus zu tun haben.

II stand für den Raum, den wir heute als Bayern bezeichnen. München z.B. hatte IIA, aber auch Ober- und Niederbayern, Franken, Schwaben gehörten zum IIer Bereich...

III war Württemberg, wobei Stuttgart IIIA war. Autos im Raum Reutlingen erhielten das Kennzeichen IIIK
Walter Karl hat gesagt…
Danke für den interessanten Hinweis. Damals gehörte ja Reutlingen zum Schwarzwaldkeis. Dieser war Kennzeichenmäßig aufgeteilt in IIIK Neuenbürg, Nürtingen, Oberndorf, Reutlingen, Rottenburgund IIIM Rottweil, Spaichingen, Sulz, Tübingen, Tuttlingen, Urach. Die Buchstaben I und L waren vermutlich weil sie auch in der röm. Bezifferung vorkommen ausgespart.

Beliebte Posts aus diesem Blog

SV 21 Wannweil, der Weg zur I. Amateurliga.

Wannweil und seine 15 Lehenshöfe, der 4. Hof

SV Wannweil, Meister der II. Amateurliga, Gruppe 4 im Spieljahr 1969/70; Zweiter Aufstieg in die Schwarzwald-Bodenseeliga