Marokkaner in Wannweil 1945-1946 (IX)


General Monsabert berührt die Flagge.

Auf dem Fabrikhof der Spinnerei präsentieren sich die Soldaten. Im Hintergrund sieht man das Mädchenheim. Im Erdgeschoß war die Kantine und Werksküche. Die oberen Geschoße waren als Mädchenwohnheim für ledige, auswärtige Fabrikarbeiterinnen eingerichtet.


Die Regimentsmusik vor dem Bürogebäude der Spinnerei.

Eine Episode aus der Erinnerung Günther Rillings:
"Offiziere und Unteroffiziere waren Franzosen, die als Kopfbedeckung keine Turbane, sondern Schiffchen trugen. Die bekannte Schildmütze, welche - sicher nicht aus ästhetischen Gründen - selbst ein de Gaulle selten missen wollte, wäre dienlicher gewesen, denn ein Leutnant, als ich ihn zum erstenmal sah, trug den Kopf so hoch, daß mir sofort klar wurde, das Mützenschild hätte seine Nase davor bewahrt, daß es hineinregnete. In Schaftstiefeln, die Reitpeitsche in der Hand stolzierte er zum Appell, ohne ein Wort zu sprechen. Anders seine Begleiterin, eine attraktive Dame in Pelzjacke. Sie sei vor kurzem noch BDM-Führerin gewesen, erzählte man sich. Daraufhin angesprochen, meinte sie, sie hätte an ihre Zukunft zu denken."

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