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Wiesenwässerung 1908 an der Echaz

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Die Wiesenwässerung hatte bis zum 1. Weltkrieg einen hohen Stellenwert. Der Wässerungsmeister hatte sogar das Recht, dem Spinnereibetrieb das Wasser "wegzunehmen". Der Feldschütz Martin Jedele wurde 1912 zum als Wässerungsmeister aufgestellt. Wie die Aufforderung des königlichen Oberamtes der Spinnerei mitgeteilt wurde steht in folgender Abschrift: Schreiben vom 4.12.1912 (Gemeindearchiv A26) Fa. Spinn- und Zwirnerei Hier, Zur gefl. Kenntnisnahme untenstehenden Erlasses. Der von dem Grießwiesenausschuß aufgestellte Wässerungsmeister Jedele hat in Zukunft nur allein noch das Recht die Hauptfalle am Wehr zu schließen und zu öffnen. Jede Verrichtung an der Falle muß Jedele ohne Ausnahmen zur Anzeige bringen. Hiernach hat auch … Firma keine Befugnis mehr, an der Hauptfalle irgend etwas zu machen. Auf den letzten Absatz untenstehenden Erlasses weise ich besonders hin. Ich bitte Ihre Arbeiter, namentlich Mohl, Lumpp Chr., Steiner von dem Verbot unterschriftlich...

Eichzeichen an der Oberen Mühle in Wannweil

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Die Obere Mühle in Wannweil Eine der wenigen Mühlen an der Echaz in welcher noch Getreide gemahlen wird. Im Mühlenladen der Familie Hennig können die Produkte erworben werden.  Im Mai 1936 kaufte der Müller Johannes Möck die ehemalige Genossenschaftsmühle von Georg Wandel für 44.000 RM. In den 60er Jahrenverpachtete die Witwe des Johannes Möck die Mühle an den Müllermeister Kurt Hennig.Dieser erwarb ein paar Jahre später das Anwesen.Das Wasserrecht hat Frau Möck vor dem Verkauf abgelöst. Bis dahin konnte noch mit Wasserkraft gemahlen werden. Das Wassrrad befand sich an der Stelle der Garage. Das sogenannte "Sicherheitszeichen", im Eichzeichenprotokoll ist die Lagegenau festgeschrieben, befindet sich noch heute (2010) in der Backsteinwand eingemauert. Auf diese amtliche Höhenmarken, es gab noch das Eichzeichen (E.Z.), die Eichklamme oder der Nebenfestpunkt (N.F.P.), sind auf das jeweilige Triebwerk bezogen und sind sozusagen "Höhenmarken" für die Kanalsohle, ...

Eichzeichen an der Kirchentellinsfurter Sägmühle, T34

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Aus dem Eichzeichenprotokoll 1906 Triebwerk T34 des Sägmüllers Jakob Weber Kirchentellinsfurt. Zeichnung und Beschreibung des Sicherheitszeichens.  Nachstehend die Situation 2010 an der Ruine des Sägegebäudes. Die Markierung zeigt auf das 2010 noch vorhandene Sicherheitszeichen "Nach Vorschrift an der südlichen Ecke der Südostecke des Mühlgebäudes Nr. 124, 0,17 m von der südlichen Ecke entfernt in einen Sandsteinquader eingelassen, dasselbe ist 2,88 m höher als das am unterhalb gelegenen Wassertriebwerk T35 befindliche S.Z und ist mit Portlandzementmörtel mittes eisernen Dollen befestigt." So ist es im Eichzeichenprotokoll von 1906 festgehalten. Die Eichzeichen (E.Z.), wie das erwähnte Sicherheitszeichen (S.Z.), die Eichklamme oder der Nebenfestpunkt (N.F.P.) sind auf das jeweilige Triebwerk bezogen und sind sozusagen "Höhenmarken" für die Kanalsohle, die Fallen, bzw. für alle Wasserbauten. Quelle Gemeindearchiv Wannweil Fotos Ott Am Pfingstmontag ist der...

Bildtafel aus der Johanneskirche

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Ein Zufallsfund. Die Tafel, ein Emporebild,  wurde bei der Kirchenerweiterung 1891 entfernt und hängt nun wieder als Leihgabe neben der Orgel. Umsichtige Handwerker machten es möglich. Im Haus der Wannweiler Familie Handel in der Grießstraße befand sich im Schuppen ein alter Werkzeugschrank des Zimmermanns Martin Handel. Von der Herkunft dieses alten Werkzeugschrankes wurde in der Familie Handel folgende Geschichte überliefert: Beim Umbau der Johanneskirche im Jahr 1890, hatte der Zimmermann Martin Handel den Auftrag, Teile der alten Orgel zu entfernen. Ein kasten- oder kistenförmiges Teil schien ihm zu schade, um als Feuerholz zerhackt zu werden, es zeigte sich dazu geeignet als Werkzeugschrank zu dienen. Er brachte es in seiner Werkstatt als Hängeschrank an der Wand an und bewahrte darin seine Werkzeuge auf. Die Besonderheit des Schrankes, von der alten Kirchenorgel zu stammen, wurde in der Familie hochgehalten. Als nun vor etlichen Jahren der Enkel des Zimmermanns Handel, Wal...

Totenkranz für ein sieben Monate altes Kind

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Gerahmter Totenkranz für Christina Mayer aus Wannweil. Zum Andenken an Christina Mayer, geb. den 4. September 1873,  gest. den 4. April 1874. (Leichentext 1. Tes. 4,14) Das Kind war die Tochter von Christoph Mayer und Anna Barbara geb. Kaiser aus Kusterdingen. Die Verstorbene war die Enkelin von Johann Jakob Mayer, Gemeindepfleger 1827, Schultheiß seit 1.9.1863 bis zu seinem Tod 1877. Dessen Vater, Johann Georg Mayer ist 1768 in Sickenhausen geboren und war ebenfalls Schultheiß in Wannweil.

Verzicht auf das Bürgerrecht in Wannweil 1807

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Damals konnten noch nicht alle Bürger schreiben. Die 21jährige Anna Barbara Hipp wollte nach Rommelsbach heiraten und musste deshalb in ihrem Wohnort Wannweil auf das Bürgerrecht verzichten. Ein Schreiber verfasste das zweiseitige Schreiben. Es beginnt mit den Worten: " Nachdem ich Anna Barbara Hippin, Johannes Hipp, Bauers zu Wannweil, Reutlinger Oberamtes, eheliche Tochters mich entschlossen habe in Rommelsbach wohnhaft zu werden so habe ich das in meinem Geburtsort Wannweil mir zuständig gewesene Bürgerrecht mit gutem Wissen und Willen und unter  Beistand meines Vaters aufgekündigt". Die Anna Barbara heiratete in Rommelsbach am 7. April 1807 den 27jährigen Johann Jakob Vollmer, dies war der eigentliche Grund des Verzichts. Die Eltern der Braut, Johannes Hipp und Eva geb. Wollpert waren damals 43 Jahre alt. Hinter dem Wortlaut "Verzichtleistende mit Handzeichen" unterschrieb die Anna Barbara mit X X X, den berühmten drei Kreuzen, ihr Vater konnte mit "Hanß H...

Konfirmation im Kriegsjahr 1918 - Volkstrachten in Schwaben

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Konfirmanden des Jahrgangs 1904/05 vor der Johanneskirche Wannweil mit Pfarrer Schreiber. Fünf Mädchen kleideten sich mit der Wannweiler Tracht. Pfarrer Schreiber hat sie vorne in der Mitte ins rechte Rampenlicht gesetzt. Dass dies kein Zufall war, lesen wir im Protokoll des "Verein zur Erhaltung der Volkstrachten in Schwaben" , Jahresversammlung am 22.Februar1918 in der Betzinger Schwane. Vorstand Georg Schickhardt aus Betzingen bedauerte, dass Betzingen heuer keine Konfirmanden in Tracht hat. Wannweil wird fünf und Ohmenhausen 2 Mädchen in Tracht bei den Konfirmationen haben. Es wurde beschlossen, dass die Ohmenhäuser Mädchen je 25 Mark, die Wannweiler Mädchen je 30 Mark erhalten. Die Ohmenhäuser Nähterin erhält 5 Mark. Das Geld wurde vom Verein per Postanweisung an die Pfarrer eingesandt. Eine lange Beratung und "erschöpfende Aussprache über den sichtlichen Rückgang der Volkstrachten speziell in Betzingen" folgte. "Hiebei sprachen sämtliche Anwesenden und ...