Eichzeichen an der Oberen Mühle in Wannweil

Die Obere Mühle in Wannweil
Eine der wenigen Mühlen an der Echaz in welcher noch Getreide gemahlen wird. Im Mühlenladen der Familie Hennig können die Produkte erworben werden.  Im Mai 1936 kaufte der Müller Johannes Möck die ehemalige Genossenschaftsmühle von Georg Wandel für 44.000 RM. In den 60er Jahrenverpachtete die Witwe des Johannes Möck die Mühle an den Müllermeister Kurt Hennig.Dieser erwarb ein paar Jahre später das Anwesen.Das Wasserrecht hat Frau Möck vor dem Verkauf abgelöst. Bis dahin konnte noch mit Wasserkraft gemahlen werden. Das Wassrrad befand sich an der Stelle der Garage.

Das sogenannte "Sicherheitszeichen", im Eichzeichenprotokoll ist die Lagegenau festgeschrieben, befindet sich noch heute (2010) in der Backsteinwand eingemauert. Auf diese amtliche Höhenmarken, es gab noch das Eichzeichen (E.Z.), die Eichklamme oder der Nebenfestpunkt (N.F.P.), sind auf das jeweilige Triebwerk bezogen und sind sozusagen "Höhenmarken" für die Kanalsohle, die Fallen, bzw. für alle Wasserbauten.

Das Sicherheitszeichen "S:Z:" aus Gußeisen.
Das Wasserrad der Obere Mühle wurde von den Behörden als Triebwerk T68 bezeichnet.
Die Leistung der Wasserkraft wurde mit folgender Formel berechnet:
Liter pro Sekinde mal freies Gefälle geteilt durch 75.
Ein realistischesBeispiel:
1300 Liter Wasser pro Sekunde mal 2.14 Meter freies Gefälle geteilt durch 75 ergibt 37 Pferdestärken.





Eichzeichenprotokoll: Gemeindarchiv
Fotos: W. Ott

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