Wannweil und seine 15 Lehenshöfe, der 11. Hof


Zustand 2009, Dorfstraße 28 und Brunnenstraße 2

Die Lage der ehemaligen Gebäude ist mit den Grundrissen der Bestehenden noch identisch. Links die Brunnenstraße 2 ist die frühere Metzgerei Ebinger, welche über drei Generationen betrieben wurde. Rechts im Bild Dorfstraße 28 ist ebenfalls ein Geschäftshaus. Nach dem Krieg war lange Jahre die Drogerie Maier hier etabliert. Anschließend wechselten die Inhaber über die Drogerie Huber, unter anderen ein Textilladen bis zu dem jetzigen Besitzer, dem Immobilienmakler Kühn, welcher schon länger hinter den Schaufenstern ein Büro eingerichtet hat.
Der 11. Hof auf dem Ortsplan von 1842

Das Ensemble bestand ursprünglich aus:
"Ein Haus, Scheuren, Hofraithen und ein Gart dabei, dessen ein Hofstatt ohngefährlich zwischen der gemeinen Straßen ein- und anderseits Jakob Luz Bauer liegend, oben auf Hanns Kaspar Gaißers Schmiedin, unten an Adam Neuschelers Hofraithen stoßend."
Die Wiesen sind wie folgt beschrieben:
"Vier Mannsmad auf Steingen, zwischen Hans Jedelin ein-, anderseits Stefan mittel Hippen liegend, oben auf die Kreuzwiesen so Hans-Jerg und Jakob Gutbrod innen, unten die Gemeind stoßend. Anderthalb Mannsmad im Wannenboden, am Letten hinaus, zwischen der Gemeind ein-, anderseits am Weppach liegend...Ein Mannsmad Wiesen... unten an Ihro Gnaden, Herrn Obristen de Gaißberg zu Kirchen Wiesen stoßend."




Zustand um 1930, damals Haus Nummer 68 und 70.

Oberes Foto: Vor dem Metzgerhaus Ebinger, welches zur hinteren Hälfte schon erneuert wurde, sitzen die Nachbarn am Dorfbrunnen und erfrischen sich. Rechts im Bild der Küfermeister Friedrich Rilling mit seiner Familie und Freunden. Die rechte Haushälfte wurde nach dem Krieg abgebrochen und neu aufgebaut. Auch im alten Gebäude war unten der Metzgerladen des Adam Ebinger und seiner Frau Marie geb. Bauer untergebracht. Im unteren Foto sieht man am linken Bildrand die Ladentür. Dahinter lugt das Haus Nr. 68 hervor, jetzt Dorfstraße 28, Immobilien Kühn, damals gehörte es Martin Wollpert, Jakobs Sohn Witwe.

Ablichtung der Originalseite im Lagerbuch 1711.

Johann Georg Wolpert von Wannweil und daselbsten gesessen hat einen von dem Spital zu Reutlingen, zu einem Erblehen, einen Hof welchen hievor Michael Ott innen gehabt, daraus solle er, seine Erben und jeder Inhaber dieses Hofs von allen Früchten so auf den Äckern erbauen werden und Gott der Allmächtige wachsen lässt, das Viertel zur Landgarb getreulich geben, die Früchte ohne des Spitals Nachteil und Schaden abschneiden, vor den Ihrigen in die Scheuren fahren und möglichstes Fleiß bewahren und versehen und nachmals wenn solches, des Spitals Viertel auf seine Kosten ausgedroschen ist gen Reutlingenvor des Spitals Kasten führen...

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