Handarbeit in der Schule vor hundert Jahren

Handarbeitsmuster Stickerei auf Stramin

"Arbeitsschule Wannweil Pauline Ott 1912 " steht für Pauline Ott, geb.30.1.1900 gest. 11.7.1961
Die zwölfjährigen Mädchen stellten im Handarbeitsunterricht solche Übungstüchlein her. Was die Buben in dieser Zeit machten ist mir nicht bekannt.

 "Arbeitschule Wannweil P.L. 1913 " steht für Pauline Lumpp, geb. 9.6.1901 gest. 10.10.1975
Schulheft Vorlage für das Übungstuch, Martha Ott, geb. 3.7.1911


Handarbeitsmuster, Übungsstrumpf gestrickt und geflickt (Bild a und b)

Arbeit einer Volksschülerin um 1912. Gelernt wurde das Strümpfestricken, eine neue Ferse anstricken und verschiedene Reparaturmöglichkeiten.

Eintrag in der Zanzinger-Chronik:


Aus einem in Wannweil im Beisein des Oberamtmannes, Dekans und des Gemeinderates am 20.Mai 1812 abgehaltenen Gerichtstages ist folgendes zu entnehmen:
Es wurde über die Verbesserung der Schulverhältnisse beraten und festgestellt:
1) dass die Lehrer künftig ungleich mehr als bisher bemüht werden ‚ dieselben seien deshalb vor Nahrungssorgen sicher zu stellen;
2) Wannweil baut soviel Flache und Hanf an, dass die Kinder weiblichen Geschlechts im Winter mit Spinnen hinlänglich beschäftigt werden können, im Frühjahr müssen sie sich teils im Stricken üben, teils Feldgeschäfte verrichten; den ledigen Knechten soll auch im Lesen, Schreiben und Rechnen Unterricht erteilt werden";
3) es waren zu dieser Zeit89 Kinder in der Schule.




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